Die erste Frage, die kontrovers diskutiert werden kann, lautet: Entfaltet der gemeinsame Sparvertrag genügend starke Anreize, damit die Gesundheitsdienstleister sich intensiv an einem effizienteren regionalen Gesundheitssystem beteiligen können – obwohl die “alten” Anreize, die sich aus einem haushaltsbegrenzten Gebührensystem ergeben, immer noch bestehen? Die Antwort der Förderer der Gesunden Kinzigtal Integrated Care könnte zweifach sein: Erstens scheinen die Gesundheitsdienstleister, die Mitglieder des lokalen Ärztenetzwerks MQNK sind und mit der Gesundes Kinzigtal GmbH zusammenarbeiten, nicht streng utilitaristisch zu handeln, d.h. sie versuchen nicht, bei jeder Gelegenheit einen maximalen individuellen Gewinn zu erzielen, unabhängig von der moralischen Dimension ihres Handelns. Realistisch gesehen streben diese Gesundheitsdienstleister – wie viele andere Personengruppen – nicht nur nach einem hohen Einkommen, sondern auch nach sozialer Zustimmung und gutem Ruf10, zumal bei den Partneranbietern der Gesunden S Kinzigtal Integrated Care eine Art “soziale Kontrolle” vorherrscht. (Die Zahl der bürobasierten Partneranbieter liegt immer noch unter 55, so dass wahrscheinlich noch eine wirksame soziale Kontrolle am Werk ist [2, S. 158]). Kurzum: Aufgrund der moralischen Dimension des Selbstwertgefühls der Gesundheitsdienstleister und der sozialen Kontrolle der Partneranbieter von Gesundes Kinzigtal können selbst vergleichsweise geringe Anreize dazu beitragen, dass gesundheitsfördernde Anbieter ihren Beitrag zu effizienteren Gesundheitsdiensten in der Region leisten. Die zweite Antwort ist weniger theoretisch und sehr einfach: Die ersten finanziellen Ergebnisse des integrierten Pflegesystems von Gesundes Kinzigtal für die Jahre 2006-2007 haben den Verdacht entkräftet, dass die neuen Anreize, die sich aus dem gemeinsamen Sparvertrag ergeben, zu schwach sein könnten: bereits Die Gesundes Kinzigtal GmbH hat 2007 eine Steigerung der Gesamtbeitragsmarge der Region (wie die AOK BW versichert) um 3,38 % realisiert – was selbst die optimistischsten Befürworter der integrierten Pflege überrascht hat [16]. Helfen Sie, Ihre aktuellen Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen durch professionelle Rahmenbedingungen zu identifizieren. Ein ursprünglicher Rahmen für gesetzlich vorgeschriebene Fächer wurde nun um eine Reihe von klinischen/Pflegepersonen, wie das Demenzbewusstsein, erweitert. Seit Mai 2010 hat die Gesundes Kinzigtal GmbH Mit 52 Arztpraxen (22 Hausärzte, 5 Kinderärzte, 3 Psychotherapeuten, 22 Fachärzte), 6 Krankenhäusern, 3 Pharmaherstellern, 9 Pflegeheimen, 4 ambulanten Hausgesundheitsämtern, 5 Physiotherapeuten, 14 Apotheken, 22 Gesundheits- und Sportvereinen und 6 Fitnessstudios Anbieterverträge abgeschlossen.

Verhandlungen mit weiteren Anbietern sind im Gange. Die Einzelheiten der Zusammenarbeit zwischen einem einzelnen Anbieter und der Gesundes Kinzigtal GmbH sind im Anbietervertrag angegeben: Darin vereinbaren die Anbieter, z.B. die Einhaltung der einwilligten Richtlinien, Standards und Verfahren sowie der Charta der Patientenrechte innerhalb der Gesundens Kinzigtal Integrated Care.