Tanisha M. Fazal ist außerordentliche Professorin für Politikwissenschaft an der University of Minnesota. Ihr jüngstes Buch ist “Wars of Law: Unintended Consequences in the Regulation of Armed Conflict” (Cornell University Press, 2018). • Alan Sharps “The Versailles Settlement: Peacemaking after the First World War, 1919–1923” (2018) . In Wilsons Vision der Nachkriegswelt würden alle Nationen (nicht nur die Verlierer) ihre Streitkräfte reduzieren, die Freiheit der Meere bewahren und sich einer internationalen Friedensorganisation namens Völkerbund anschließen. Aber seine verbündeten Führer lehnten einen Großteil seines Plans als naiv und zu idealistisch ab. Insbesondere die Franzosen wollten, dass Deutschland einen hohen Preis für den Krieg zahlt, einschließlich des Verlusts von Territorium, der Abrüstung und der Zahlung von Reparationen, während die Briten Wilsons Plan als Bedrohung für ihre Vorherrschaft in Europa betrachteten. Die deutsche Wirtschaft war so schwach, dass nur ein kleiner Prozentsatz der Reparationen in harter Währung gezahlt wurde. Dennoch belastete selbst die Zahlung dieses geringen Prozentsatzes der ursprünglichen Reparationen (132 Milliarden Goldmark) die deutsche Wirtschaft noch immer erheblich. Obwohl die Ursachen der verheerenden Hyperinflation nach dem Krieg komplex und umstritten sind, machten die Deutschen den Beinahe-Zusammenbruch ihrer Wirtschaft für den Vertrag verantwortlich, und einige Ökonomen schätzten, dass die Reparationen bis zu einem Drittel der Hyperinflation ausmachten. [178] Der Versailler Vertrag führte zur Schaffung von mehreren tausend Meilen neuer Grenzen, wobei Karten eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen in Paris spielten.

[221] [222] Die aufgrund des Vertrags eingeleiteten Volksabstimmungen haben viele Kommentare hervorgerufen. Der Historiker Robert Peckham schrieb, dass die Ausgabe von Schleswig “auf einer groben Vereinfachung der Geschichte der Region beruhte. … Versailles ignorierte jede Möglichkeit, einen dritten Weg einzugehen: die Art von Kompakten, die von der Schweizerischen Föderation vertreten werden; ein zweisprachiges oder sogar dreisprachiges schleswig-holsteinisches Bundesland” oder andere Optionen wie “ein schleswiger Staat in einer lockeren Konföderation mit Dänemark oder Deutschland oder eine autonome Region unter dem Schutz des Völkerbundes”. [223] In Bezug auf das Plebiszit in Ostpreußen schrieb der Historiker Richard Blanke, dass “keine andere streitige volkstümlich angesehene Volksgruppe jemals unter unergelten Bedingungen eine so einseitige Erklärung ihrer nationalen Präferenz abgegeben hat”. [223] Richard Debo schrieb: “Sowohl Berlin als auch Warschau glaubten, dass die sowjetische Invasion Polens die ostpreußischen Volksabstimmungen beeinflusst hatte.